Die Geschichte des „großen Westtreffens“
Es war einmal...
So fangen alle Märchen an...
Nur, dies ist kein Märchen, auch wenn es sich so anfühlt ;-)))
Also, es war einmal ein wilder Haufen ziemlich verrückter Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer.
Diese kamen aus allen Ecken des Deutschen Landes, manch einer gar aus dem benachbarten Ausland. Und sie trafen sich fast täglich in einem virtuellen Raum, den seine Erbauer Bikeforum genannt haben.
Manchmal jedoch trafen sich diese seltsamen Menschen auch im wahren Leben. Diese Treffen nannten sie mal „Fischkopptreffen“, mal „Mittendrin“, mal „Himmelfahrtskommando“, mal „Bike-und-Bogen“ und was-weiß-ich welch sonderliche Namen sie sich noch ausdachten.
Irgendwann fand Rick es einfach nur traurig, dass diese Treffen immer ganz weit weg von seinem zu Hause statt fanden und er ließ seinen Gefühlen darob im virtuellen Raum freien Lauf. Doch siehe da, eines Tages, es war im trüben Novembermonat des Jahres 2005, meldete sich ein gewisser thite aus diesem Raum und teilte Ricks Verdruß. Wohnte thite doch gar nicht weit weg, ja man konnte sagen, gleich um die Ecke. Die beiden überlegten, wenn sie nicht zu den Treffen fahren, müßten diese eben zu ihnen kommen.
Eine erste konspirative Sitzung wurde für einen Dezemberabend im Anno Tubak, einer heimeligen Altstadtkneipe des ehemaligen Bundeshauptdorfes, verabredet.
Ach, war das eine Freude, ein Herzen und Küssen....., okay, alles Quatsch. Aber eine gewisse Sympathie empfanden die Menschen, die sich dort zum ersten Male in die Arme fielen....,
okay, schon wieder Quatsch. Keiner fiel sich in die Arme. Jedenfalls begrüßten sich thite, Frau-am-Fenster, Rick und mehrheit und noch einige andere, die dann aber im weiteren Verlauf der Geschichte ihren Abschied nahmen und deshalb hier nicht namentlich erwähnt werden sollen, herzlich und waren nach einigen Willkommenstrunken schon ganz im Gespräch vertieft.
Dass ein Treffen organisiert werden sollte, war schon nach dem zweiten Glas beschlossene Sache. Nur, ein geeigneter Ort für diesen verrückten Haufen war gar nicht so leicht zu finden.
Nachdem einige Ideen wie, ein Seeufer, ein Campingplatz, eine Wiese oder die Rheinauen nacheinander ins Auge gefasst und wieder verworfen wurden, schaute Rick seiner Window-woman tief in die Augen und erwähnte beiläufig, dass nicht weit von Bonn, in Brenig ein verwunschener kleiner Bauerhof am Ortsrand liege, den sich gemeinsam anzuschauen lohne. Die Zusammenkunft endete nach einigen weiteren kühlen Getränken mit dem gegenseitigen Versprechen, sich am zweiten Weihnachtstage des selben Jahres auf besagtem Hofe zum Frühstück einzufinden.
Die Tage vergingen langsam bis dahin und Zweifel zernagten das Innere Ricks und seiner Gemahlin, ob die Idee, einen wildgewordenen Haufen lederbetreßter Rocker in noch unbekannter Anzahl in den eigenen Hof einfallen zu lassen, wirklich eine so Gute war.
Stand doch zu befürchten, dass anschließend kein Stein mehr auf dem anderen sein, dass Schnapsleichen ihren Unrat zurücklassen, und –was das Schlimmste wäre- Scheune und Keller leer gefressen und gesoffen wären.
Doch der zweite Weihnachtsmorgen rückte heran und mit ihm thite, mehrheit und einige andere.
Gemeinsam wurden die örtlichen Gegebenheiten begutachtet und als geeignet für das beabsichtigte Treffen erklärt. Den Ankömmlingen gelang es gar, die tiefgründigen Ängste um Haus und Hof zu zerstreuen. Erzählten sie doch, vor allem thite in seiner bekannten unnachahmlichen Weise, von einem „Mittendrin“, das sie selbst erlebt und....
überlebt hatten.
Nun galt es nur noch einen Termin und einen würdigen Namen für das geplante Spektakel zu finden. Doch auch dies war für unsere Helden keine wirkliche Herausforderung. Schnell einigten sie sich über das „wann“ und auch über das „wie“...
Und wenn sie nicht gestorben sind, ....
Stopp, ist ja noch gar nicht zu ende.
Wie es dann weiter ging, gehört zu einer anderen Geschichte. Und was dort passiert, kann sich der neugierige Leser im Archiv des virtuellen Raumes schon mal selbst zusammenlesen.
Und nun steht fest, das WT ist und bleibt Geschichte.
Mancher mag denken "Schade eigentlich". Dem ist nichts hinzuzufügen. Jedoch wird es demnäxt ein
MdT (MeindorfTreffen) geben. Das gaaanz anders werden wird, aber sicher nicht schlechter...